
Warum ich Märchen erzähle – als Pastorin und Märchenerzählerin
Warum erzählt eine Pastorin Märchen? Antoinette Lühmann, ausgebildete Märchenerzählerin, über Wirkung, Ausbildung und die Frage, ob Märchen sexistisch sind.
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Ich lebe auf Föhr, einer Insel in der Nordsee, habe vier Kinder und endlich das Meer vor der Tür.
Und ich schreibe. Seit ich denken kann.
Mehr als zehn Bücher habe ich bei großen deutschen Verlagen veröffentlicht — Kinderbücher, Abenteuerromane, Hörspiele. Geschichten, die Kinder in den Schlaf begleiten oder ihnen zeigen, dass es sich lohnt, mutig zu sein.
Aber irgendwann haben Menschen angefangen, mich um etwas anderes zu bitten. Nicht um meine Bücher — sondern um meine Hilfe. Beim Schreiben ihrer eigenen Geschichte. Beim Finden ihrer Stimme. Beim Draufschauen, was in ihnen steckt, das noch keiner gehört hat.
Das hat mich überrascht. Und gleichzeitig nicht.
Denn ich bin nicht nur Autorin. Ich bin ausgebildete Kommunikationstrainerin nach Schulz von Thun, ausgebildete Märchenerzählerin — inklusive der therapeutischen Dimension, die in alten Geschichten steckt. Ich kenne Geschichten nicht nur als Bücher, sondern als Werkzeuge. Als Wege nach innen. Als Sprache für das, was sich sonst nicht sagen lässt.
Und ich weiß, wie es sich anfühlt, nicht zu schreiben — obwohl man es müsste. Wie die Stimme im Kopf sagt: Das reicht nicht. Das ist es nicht. Wer soll das lesen wollen?
Diese Stimme lügt. Das weiß ich. Und ich helfe dir, das auch zu glauben.
Ich begleite Frauen dabei, ihre Geschichte zu finden — und sie in Worte zu fassen.
Das kann eine Gutenachtgeschichte sein, die du deinem Kind erzählen willst, weil es in keinem traditionellen Kinderbuch wirklich vorkommt. Oder ein Tagebuch (oder Memoir), das du seit Jahren vor dir herschiebst. Oder das Buch, diese eine Geschichte, die dir seit Jahren im Kopf herum geistert.
Es spielt keine Rolle, wo du anfängst. Es spielt nur eine Rolle, dass du anfängst.
Mein Weg dorthin hat nichts mit Perfektion zu tun. Ich glaube nicht an den richtigen Moment oder die richtige Technik. Ich glaube an das Draufschauen, das Loslassen und das Weitermachen — Wort für Wort.
"Ich habe bisher nie so viele wertvolle und praxistaugliche Tipps zum Schreiben erhalten. Antoinettes Audios sind klar, verständlich und wohl portioniert. Ihrer angenehmen Stimme höre ich gerne zu. Als besonders wertvoll schätze ich die wöchentlichen Lives ein — großartige Tipps in einer äußerst wertschätzenden und motivierenden Art. Danke liebe Antoinette! Mir macht das Lust auf mehr…"
Christine, Gute-Nacht-Geschichten-Kurs
"Mein Herz ist voller Dankbarkeit für die Geschichte, die durch die liebevolle Begleitung im Kurs von Antoinette Lühmann geboren wurde. Antoinette sprudelt vor Ideen und steckt einen damit an. Ich fühlte mich zu jeder Zeit gut geführt. Ich empfehle den Kurs jedem, der in seinem Herzen die Sehnsucht spürt, Geschichten zu schreiben — denn es ist eine wunderschöne Reise."
Dela, Gute-Nacht-Geschichten-Kurs
"Antoinettes frische und aufmerksame Präsenz in den Lives ist pures Gold wert. Ihre Rückfragen und Vorschläge lösen die eigenen Knoten."
Christine, Gute-Nacht-Geschichten-Kurs
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Ich habe schon als Kind Geschichten geliebt. Ich habe einen ganzen Sommerurlaub auf dem Campingplatz im Schatten gelegen und war in der unendlichen Geschichte von Michael Ende versunken. Ich habe die ganze Stadtbibliothek in meiner Heimatstadt Celle nach Märchenbüchern aus allen Ländern durchsucht. In den letzten Jahren an der Schule habe ich an meiner ersten Schreibwerkstatt teilgenommen und begonnen, regelmäßig zu schreiben und Texte, Lieder, Gedichte und Geschichten zu erfinden. Später haben wir dann Lesenachmittage zu polnischer oder französischer Literatur veranstaltet. Ich habe alles gelesen, was ich in die Finger bekommen konnte. Je dicker das Buch, umso besser.
Während meines Studiums in Lüneburg und Hamburg habe ich weiter geschrieben und gelesen. Ich habe Kurse belegt und gelernt, auch längere Texte zu strukturieren, Ideen zu sammeln und die Muse zu füttern. Und irgendwann hielt ich stolz mein erstes Buch in den Händen. Bis heute erscheinen große und kleine Geschichten und Sachbücher in großen deutschen Kinderbuchverlagen. Ich lese und schreibe und lerne. Jeden Tag. Und ich liebe es.
Als ich nach dem Studium in Elternzeit ging, machte ich einige Fortbildungen, um etwas Neues zu lernen. Eine davon hat mein Leben und meine Sicht auf die Welt nachhaltig verändert. Ich war auf einem Märchenhof und habe mich zu einer Märchenerzählerin ausbilden lassen.
Es fiel mir so leicht, die alten Geschichten in mich aufzunehmen und beim Erzählen durch mich hindurch fließen zu lassen.
Ich wollte Bilder im Kopf entstehen lassen und liebe den Moment, wenn große und kleine Menschen mich mit offenem Mund anschauen und darauf warten, dass wir den Drachen besiegen, den Prinzen retten und die verzauberte Kristallkugel finden.
Aber die Märchen haben mir noch viel mehr geschenkt.
Denn ich habe mich weiter fortgebildet und auch die therapeutische Dimension von Märchen erlernt.
Diese alten Geschichten tragen Weisheiten in sich und sie helfen mir auch heute, mein Leben mit ihrer Hilfe zu deuten. In Bildern und Symbolen verschlüsselt erzählen die Märchen von allen denkbaren Situationen, die ich als Mensch erleben kann. Und das Zauberhafte ist: sie kennen immer eine Lösung.
Ich lese jedes Jahr ein Buch über das Schreiben und besuche eine Fortbildung und möglichst auch eine Buchmesse. So lerne ich viele Autorinnen kennen und bekomme immer neue Impulse zum Beispiel zum Kolumnen schreiben oder fürs Radio, zu Fantasywelten oder Serien.
Besonders berührt haben mich die Memoir Kurse, die ich in den letzten Jahren besucht habe. Dadurch habe ich verstanden, dass wir immer unsere eigene Geschichte erzählen und dass es gut ist, diese Geschichte zu kennen.
Geschichten können dir helfen, dein eigenes Leben und die Welt besser zu verstehen.

Warum erzählt eine Pastorin Märchen? Antoinette Lühmann, ausgebildete Märchenerzählerin, über Wirkung, Ausbildung und die Frage, ob Märchen sexistisch sind.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich meine ersten Manuskripte für Kinderbücher verschickt habe. Briefumschläge, handschriftlich beschriftet, die Texte drin auf ausgedruckten Seiten. Und

Kinderbuchautorin Antoinette Lühmann teilt 85 Bücher, Zeitschriften und Onlinekurse,
die ihr beim Schreiben lernen wirklich geholfen haben – ehrlich, ohne Werbung.
Tipps und Tricks rund ums Schreiben!
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